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NRW-Innenminister zu Gast in Troisdorf

Reul besorgt über fehlenden Respekt vor Einsatzkräften

Hohen Besuch hatte sich die CDU zu ihrer Talkrunde „Unsere Rettungskräfte stärken“ in das Foyer der Stadthalle eingeladen. Auf dem Podium: NRW-Innenminister Herbert Reul, die Landtagsabgeordnete Katharina Gebauer, der Troisdorfer Bürgermeister Klaus Werner Jablonski und der Troisdorfer Feuerwehrchef Stefan Gandelau.
Wie wichtig es ist, dass wir über gut ausgestattete und funktionierende Rettungskräfte vor Ort verfügen, hat uns unlängst das dramatische Brandereignis in Siegburg gezeigt. Ganz besonders wichtig ist es, dass wir neben den hauptamtlichen Einsatzkräften auch über eine ehrenamtliche gut ausgebildete Freiwillige Feuerwehr verfügen. „Das war eine Riesenleistung“, begeisterte sich Reul. „Es gibt wohl keine größere Fanecke für die Feuerwehr, als die Bewohner auf der anderen Straßenseite.“ Denn die sei durch die schnelle, gut abgestimmte Arbeit weitgehend verschont geblieben. Und genau deshalb habe es eben am Brückberg in Siegburg nicht so ausgesehen wie in Griechenland. „Dort bekommen sie das nicht so gut in den Griff, weil die Struktur wie in Deutschland fehlt.“ Der Großbrand in Siegburg habe dank des Einsatzes professioneller Ehrenamtler gut bewältigt werden können. Gut ausgebildete freiwillige Profis, die nah dran seien. Haupt- und Ehrenamtler arbeiteten im guten Klima Hand in Hand. „Ohne die Freiwilligen hätten wir das nie geschafft.“

Der Troisdorfer Stadtbrandinspektor Stefan Gandelau konnte dem nur beipflichten. „Von den 520 Einsatzkräften waren 20 Hauptamtler in Siegburg, die anderen kamen aus der Freizeit oder aus ihrem Job.“ Das sei den wenigsten bekannt, dass der Brandschutz zum größten Teil von Freiwilligen geleistet werde. Das Bewusstsein dafür müsse in der Bevölkerung geschärft werden. Zwar erlebe er seit Jahren einen Rückgang der Bereitschaft für das Ehrenamt, „Troisdorf leidet aber nicht unter Nachwuchsproblemen, da wir eine sehr starke Jugendfeuerwehr haben.“

Den Beitrag nahm die Landtagsabgeordnete Katharina Gebauer gerne auf. Hier gebe es häufig den ersten Kontakt zum Ehrenamt. „Vieles, was zum Alltag gehört, ist nicht selbstverständlich“, mahnte sie kritisch an.
Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski war ebenfalls stolz auf „seine“ Jugendfeuerwehr. Darüber hinaus will er Anreize bei Stellenausschreibungen schaffen, die Ehrenamtlern einen Bonus bringen, und bei Arbeitgebern für die Freistellung von Feuerwehrleuten bei einem Einsatz werben.

Mit großer Sorge betrachtet Innenminister Reul die Verrohung und den fehlenden Respekt gegenüber Einsatzkräften: „Wieso hat sich das so entwickelt, dass wir eine so respektlose Gesellschaft geworden sind? Mittlerweile erlebt man das überall. Und das muss einen Grund haben, da haben wir irgendwas versemmelt.“, meinte er selbstkritisch.

Alle Diskussionsteilnehmer waren der Auffassung, dass es ganz besonders wichtig ist, dass den Menschen in unserem Land deutlich wird, dass ohne die Unterstützung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unser Gemeinwesen nicht funktionieren kann. Der Respekt gelte den Frauen und Männern, die zum Teil ihr eigenes Leben auf Spiel setzen, damit sich die Bürgerinnen und Bürger sicher fühlen können.